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Bilfinger + Berger übergewichten 07.12.2000
Helaba Trust
Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger und Berger (WKN 590900) habe die Internationalisierung bereits frühzeitig vorangetrieben, so die Experten von Helaba Trust.
Vor allem die Tochtergesellschaften Kin Ching China (Hongkong), Baulderstone (Australien), Julius Berger (Nigeria) und Fru-Con (USA) hätten dem Geschäftsfeld Bauen Ausland (Anteil an Bauleistung 9M 2000: 55%) eine überragende Bedeutung verliehen. Neben Bauen Inland (36%) ergänzten die Bereiche Entwickeln und Betreiben (Projektentwicklung, Betreibermodelle), Umwelttechnik und Baustoffe das Portfolio. Zu den Spezialitäten von Bilfinger + Berger zählten Brücken-, Tunnel- und Deponiebau. Um die zuletzt hohe Ergebnisvolatilität zu dämpfen, werde ein stabilisierendes neues Geschäftsfeld gesucht (z.B. Heizungsmarkt/Buderus).
Von Januar bis September 2000 habe die Bauleistung mit 3,3 Mrd. EUR nur noch 5% unter Vorjahr gelegen (H1: -11%). Das Ordervolumen sei dank weiterer Großaufträge aus dem Ausland, aber auch aufgrund eines sehr schwachen Vorjahresquartals, um 10% auf 3,6 Mrd. EUR gestiegen(H1: +1%). Auch die nicht bezifferte Ertragsentwicklung entspreche offenbar den Planvorgaben, so dass das Ergebnisziel für das Gesamtjahr (31 Mio. EUR) nicht gefährdet sein dürfte. Dabei könnten rückläufige Ergebnisse in den Geschäftsfeldern Bauen Inland und Baustoffe durch eine unerwartet positive Entwicklung im Ausland kompensiert werden. Gleichzeitig nähmen die Belastungen aus der umfangreichen Restrukturierung tendenziell ab.
Der branchenweite Sell out im Zuge der dramatischen konjunkturellen Zuspitzung in Deutschland sollte mittlerweile überstanden sein. Insbesondere Bilfinger besitze angesichts der robusten Ertragslage und übertriebener Risikoaufschläge deutliches Erholungspotential. Addiere man zum Eigenkapital je Aktie von 17,5 EUR allein den Wertzuwachs der Buderus-Beteiligung, der mindestens 3,5 EUR je Aktie betragen dürfte, so errechne sich ein Abschlag der Börsenbewertung vom Substanzwert von mehr als 40%. Hinzu kämen stille Reserven in anderen Vermögensgegenständen. Unter diesen Bedingungen müsse das Unternehmen zu den Übernahme- bzw. Going Private-Kandidaten gezählt werden. Die Analysten von Helaba Trust rieten, den Titel überzugewichten.
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